Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Ziele umsetzen - ganz smart

Ziele umsetzen – ganz smart

Wer kennt ihn nicht, den inne­ren Dia­log von „Ich soll­te doch end­lich mal wie­der …“ oder „eigent­lich woll­te ich doch …“, um sich dann im glei­chen Atem­zug all die Grün­de auf­zu­zäh­len, war­um man eben doch von dem macht, das eigent­lich unge­woll­ten ist?

Seit Jah­ren habe ich nach jedem aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gang, nach jeder Wan­de­rung immer wie­der fest­ge­stellt, wie gut es mir tut, aus­gie­bi­ger drau­ßen unter­wegs zu sein. Dann sag­te ich mir Sät­ze wie „ich soll­te das öfter mal machen“ oder “ich will mir das regel­mä­ßi­ger gön­nen“ … und dann „ach nein, ich bin so erschöpft“, „es ist so unge­müt­lich drau­ßen, es reg­net“ oder „dafür habe ich jetzt wirk­lich kei­ne Zeit.“

Wor­an liegt es, dass es so schwie­rig erscheint, den pas­sen­den „Schwung“ zu fin­den, um Gewünsch­tes tat­säch­lich umzu­set­zen?

Das Leben hat mir einen Anschub­ser und die Ant­wort (die mir in der Theo­rie übri­gens schon lan­ge bekannt war) gege­ben: Vor kur­zem habe ich einen Ver­wand­ten wie­der getrof­fen, den ich lan­ge nicht gese­hen hat­te. Er war voll­kom­men ver­än­dert: kör­per­lich (25kg leich­ter) und psy­chisch (fröh­lich, zuge­wandt, aus­ge­gli­chen), strah­lend und moti­viert. Kurz gesagt: Er hat­te bin­nen eines hal­ben Jah­res die radi­kals­te Trans­for­ma­ti­on gemacht, die ich je bezeu­gen durf­te.

Auf mei­ne Nach­fra­ge um das Geheim­nis die­ses unglaub­li­chen Wan­dels berich­te­te er, dass er nach einer Ope­ra­ti­on und bei wirk­lich schlech­ter Gesund­heit das Ange­bot sei­ner Kran­ken­kas­se wahr­ge­nom­men hat­te: Bei regel­mä­ßi­ger kör­per­li­cher Bewe­gung (genau­er gesagt bei min. 60.000 Schrit­ten pro Woche) zahlt sie einen Teil des Bei­trags zurück. Und durch das kör­per­li­che In-Bewe­gung-Kom­men kam bei ihm dann auch alles ande­re in Bewe­gung.

In Bruch­tei­len von Sekun­den, fas­zi­niert von dem, was mög­lich ist und – zuge­ge­be­ner­ma­ßen – mit ange­sta­chel­tem Wett­kampf-Gedan­ken im Sin­ne von „dann kann ich das auch!“ habe ich den Ent­schluss gefasst, 30 Tage lang jeden Tag 10.000 Schrit­te zu gehen.

Heu­te bin ich schon in der Ver­län­ge­rung bei Tag 68 ange­langt – und es ging wirk­lich mühe­los. Wie­so? Weil mei­ne spon­ta­ne Ent­schei­dung (unbe­wusst) SMART war.

Ziele SMART erreichen

Die Theo­rie hin­ter gelun­ge­ner Ziel­er­rei­chung wird mit dem Akro­nym „SMART“ beschrie­ben:

  • S für spe­ci­fic (spe­zi­fisch) – also jeden Tag eine bestimm­te Anzahl an Schrit­ten gehen – anstatt unspe­zi­fisch „ich mache mehr Sport“ zu sagen.
  • M für mea­sura­ble (mess­bar) – also z. B. jeden Tag eine fest­ge­leg­te Zeit­span­ne, Stre­cke o.ä. – So ist klar, ob das Ziel erreicht wur­de oder nicht.
  • A für attrac­tive (anzie­hend) – das Ziel muss auf irgend­ei­ner Ebe­ne Erfül­lung, Befrie­di­gung, Beloh­nung, Ver­bes­se­rung o.ä. brin­gen, die wirk­lich gewünscht ist (also kein Ich-soll­te-oder-müss­te-Kon­strukt)
  • R für rea­listic (rea­lis­tisch) – täg­lich 50km zu lau­fen wäre für mich unrea­lis­tisch
  • T für time­ly (zeit­lich begrenzt) – also in die­sem Fall zunächst 30 Tage

Die­ses SMART-Prin­zip lässt sich auf alle Berei­che anwen­den:

  • Du möch­test mehr Krea­ti­vi­tät in Dei­nem Leben? Z. B. „In den nächs­ten drei Mona­ten arbei­te ich an 6 Tagen die Woche 30 Minu­ten täg­lich mit einem Sketch­no­tes-Kurs / lege mei­ne Buch­i­dee schrift­lich dar / skiz­zie­re ich …“
  • Zur inne­ren Ruhe kom­men? Z. B. „Bis zum 1. Dezem­ber mache ich jeden Tag 15 Minu­ten Atem­übun­gen / Yoga­übun­gen / medi­tie­re ich …“ u.s.w.

Für alle die­je­ni­gen, die Eng­lisch spre­chen: Ato­mic habits von James Clear ist ein inspi­ri­en­des Buch, das ein­drück­lich beschreibt, wie wir durch eine klei­ne Ver­än­de­rung im Leben, eine gan­ze Kas­ka­de an Trans­for­ma­ti­on (so wie in mei­nen Bei­spiel beschrie­ben) in Gang set­zen kön­nen. Jede Rei­se beginnt mit dem ers­ten Schritt, und vie­le klei­ne Schrit­te machen schnell eine lan­ge Stre­cke.

Ent­schei­dend ist es, die­se Umset­zung – also das Errei­chen des SMART-Ziels zur Prio­ri­tät des Tages zu machen. Nicht umge­kehrt nach der Pflicht­er­fül­lung zu gucken, wie man „das auch noch irgend­wie unter­bringt,“ son­dern alles ande­re um die­se eine Sache her­um pla­nen.

Viel­leicht gibt es auch etwas, was Du schon immer mal woll­test?


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