Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Zahnfleischentzündungen als Risikofaktor für Frühgeburten – und welche ayurvedischen Maßnahmen vorbeugen

Wäh­rend einer Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tung von der DeProM (Deut­sche Gesell­schaft für pro­bio­ti­sche Medi­zin), die ich unlängst besucht habe, wur­de ein­ge­hen­der auf den Zusam­men­hang zwi­schen Par­odon­ti­tis (der wer­den­den Mut­ter) und Früh- bzw. Fehl­ge­bur­ten eingegangen.

Ins­ge­samt geht man mitt­ler­wei­le davon aus, dass eine bak­te­ri­el­le Infek­ti­on (ganz gleich wel­cher Art) eine der Haupt­ur­sa­chen von Früh­ge­bur­ten dar­stellt: 30–50 % aller Früh­ge­bur­ten wer­den auf bak­te­ri­el­le Infek­tio­nen zurückgeführt.

Ins­be­son­de­re soge­nann­te gram­ne­ga­ti­ve anae­ro­be Bak­te­ri­en, wie jene, die Par­odon­ti­tis ver­ur­sa­chen, kön­nen den Geburts­vor­gang dadurch stö­ren, dass sie Zyto­ki­ne (von Zel­len pro­du­zier­te Pro­te­ine) frei­set­zen. Zyto­ki­ne die­nen dazu, die Immun­re­ak­ti­on des Kör­pers zu steu­ern. Ihr ver­mehr­tes Auf­tau­chen kann als Trig­ger und Beschleu­ni­ger des Geburts­vor­gangs wir­ken. So kann es zu vor­zei­ti­gen Wehen und Früh­ge­bur­ten kommen.

Auch wenn die Behand­lung des Mund­rau­mes (lt. Heil­prak­ti­ker­ge­setz) natür­lich aus­schließ­lich den Zahn­ärz­ten vor­be­hal­ten bleibt, so sol­len den­noch kei­nem die seit Jahr­tau­sen­den bewähr­ten ayur­ve­di­schen Maß­nah­men zur Gesund­erhal­tung des Mun­des vor­ent­hal­ten werden.

Regel­mä­ßi­ges und rich­ti­ges Zäh­ne­put­zen, die sach­ge­rech­te Ver­wen­dung von Zahn­sei­de und regel­mä­ßi­ge pro­fes­sio­nel­le Zahn­rei­ni­gung set­ze ich hier vor­aus. Dar­über­hin­aus kön­nen Sie wei­te­re Metho­den zur Ent­gif­tung des Mund­raums anwenden:

Die Ent­gif­tung beginnt im Mund, für uns alle – ob mit oder ohne Kin­der­wunsch – und so gehört das Ölzie­hen gemäß der ayur­ve­di­schen Leh­re zum täg­li­chen Reinigungsritual.

Dafür nimmt man einen Schluck kalt­ge­press­ten Öls (in Bio­qua­li­tät) – tra­di­tio­nell wird Sesam­öl ver­wen­det – oder Oli­ven­öl bzw. Kokos­öl und bewegt die­ses für min­des­tens 20 Minu­ten kräf­tig durch den Mund­raum. Die­se Zeit­dau­er ist not­wen­dig, um zu gewähr­leis­ten, dass das Öl in die Zahn­fleisch­taschen ein­si­ckern kann, um die dort leben­den Bak­te­ri­en zu eli­mi­nie­ren. Ich habe mein Sesam­öl mit einer anti­bak­te­ri­el­len äthe­ri­schen Ölmi­schung ange­rei­chert (man kann z. B. Tee­baum­öl, Zitro­nen­gras­öl, Nel­ken­öl, Pfef­fer­minz­öl, Nero­li­öl, Ore­ga­no­öl oder ande­re ver­wen­den), um den anti­bak­te­ri­el­len Effekt wei­ter zu verstärken.

Das Öl erreicht auch die sonst unzu­gäng­li­chen Zahn­fleisch­taschen und redu­ziert nicht nur die Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen, son­dern auch deut­lich die Zahnbeläge.

20 Minu­ten mögen einem lan­ge erschei­nen, aber ich habe das ganz ein­fach so gelöst, dass nach der ers­ten mor­gend­li­chen Akti­on, näm­lich dem Zäh­ne­put­zen, alles wei­te­re (Duschen, Kör­per­pfle­ge, Anzie­hen etc.) mit dem Ölzie­hen kom­bi­niert wird. Danach das Öl ein­fach aus­spu­cken und den Mund mit Was­ser nachspülen.

Ein wei­te­res Instru­ment, dass man hier­zu­lan­de kaum fin­det (in Indi­en dahin­ge­gen über­all), und wenn dann nur als voll­kom­men untaug­li­che „Plas­tik­spiel­zeu­ge“ (die sich mei­ner Mei­nung nach nur für den Müll­ei­mer eig­nen) ist ein Zun­gen­scha­ber. Und zwar einer aus Stahl (erhält­lich über Ayur­ve­da­shops oder online). Mit zwei, drei Bewe­gun­gen über die Zun­ge geschabt, ist die­se dann voll­kom­men frei von Belä­gen (die eben­falls ein Sam­mel­su­ri­um an Bak­te­ri­en ent­hal­ten). Man wun­dert sich jedes Mal über die ange­sam­mel­te und ent­fern­te Menge.

Seit ich zu die­sen Prak­ti­ken über­ge­gan­gen bin, habe ich kei­ne Pro­blem mehr mit dem Zahn­fleisch – glück­li­cher­wei­se, denn die Par­odon­to­se­be­hand­lun­gen, wie ich sie in mei­nen 20ern und 30ern bekom­men habe, sind mir nicht in beson­ders ange­neh­mer Erinnerung.


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