Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Yin-Yoga

Yin-Yoga hat mei­ne vol­le Sym­pa­thie-Punkt­zahl spä­tes­tens in dem Moment erhal­ten, als die Yoga­leh­re­rin mit fol­gen­den Wor­ten die Ein­füh­rung begann: „Mit Yin-Yoga wer­det ihr es sicher­lich nicht auf das Cover eines sty­li­schen Yoga-Maga­zins schaf­fen – aber dafür eine tief­grei­fen­de und erstaun­li­che Wir­kung im Kör­per spü­ren.“

Mit bei­den Tei­len ihrer Aus­sa­ge liegt sie abso­lut rich­tig. Yin Yoga hat mit den übli­chen, klas­si­schen Yoga­ar­ten wie Vin­ja­sa, Ashtan­ga, Hatha oder ande­ren nicht viel gemein­sam. Bei Yin-Yoga geht es in ers­ter Linie um tie­fe Fas­zi­en­ar­beit: Alle Stel­lun­gen wer­den zwi­schen 3 und 5 Minu­ten (!) gehal­ten, um durch die allei­ni­ge Ein­wir­kung der Schwer­kraft des Kör­pers die Fas­zi­en und Meri­dia­ne zu deh­nen. Dadurch wer­den die dar­in gespei­cher­ten Ener­gi­en (und manch­mal auch Emo­tio­nen) gelöst.

Bei der Aus­füh­rung der Übun­gen, die je nach Posi­ti­on und kör­per­li­cher Beschaf­fen­heit von ange­neh­mer Deh­nung bis zu „so nicht mög­lich“ rei­chen kön­nen, wird kein Wert auf Ästhe­tik der Posi­tio­nen gelegt. Viel­mehr ist die Prak­ti­ka­bi­li­tät wich­tig: Der Rücken darf krumm sein, und Hilfs­kis­sen kön­nen unter­ge­scho­ben wer­den. Das sieht in der Tat nicht so auf­re­gend und toll aus – aber die Wir­kung ist sen­sa­tio­nell.

Die sofor­ti­ge Wir­kung nach einer Yin-Yoga-Ein­heit besteht in einem fühl­ba­ren Fluss des Chi (der Lebens­en­er­gie), einer tie­fen Ent­span­nung und einem vita­len, balan­cier­ten Gefühl im gan­zen Kör­per. Nach rela­tiv kur­zer Zeit des Übens ver­bes­sert sich die Fle­xi­bi­li­tät des Kör­pers enorm (Fle­xi­bi­li­tät ist neben Aus­dau­er, Mus­kel­kraft und Balan­ce eine der wich­tigs­ten moto­ri­schen Fähig­kei­ten), auch bei stark ver­kürz­ten Mus­keln. Es lin­dert Rücken­schmer­zen, die häu­fig durch Ver­span­nun­gen ent­ste­hen, und beugt ihnen nach­hal­tig vor.

Mein Mann ist das bes­te Bei­spiel dafür: Er ist begeis­ter­ter Gol­fer und hat eine – durch Mus­kel­auf­bau­trai­ning und Stress ver­ur­sach­te – ver­kürz­te Mus­ku­la­tur. Daher muss­te er in den letz­ten bei­den Jah­ren schmerz­be­dingt immer wie­der mit dem Golf­spiel pau­sie­ren. Nach­dem er mit Yin-Yoga begann, ist er in die­ser Sai­son völ­lig schmerz­frei und sein Rücken wie­der voll belast­bar und hat außer­dem eine bereits ver­lo­ren geglaub­te Fle­xi­bi­li­tät des Golf­schwungs wie­der erlangt. Mitt­ler­wei­le beginnt er aus lau­ter Begeis­te­rung jeden Tag mit Yin-Yoga.

Serenity YIN YOGAKein Wun­der also, dass Yin-Yoga gera­de voll im Trend liegt. Auch die „rich­ti­gen“ Yogis prak­ti­zie­ren es ger­ne im Wech­sel mit den klas­si­schen Yoga-Arten. Da die Aus­füh­rung der Übun­gen leicht ver­ständ­lich ist, kann man Yin-Yoga durch­aus pro­blem­los mit ent­spre­chen­den Apps oder Vide­os erler­nen und prak­ti­zie­ren. Auf You­tube gibt dazu natür­lich Eini­ges – unser Favo­rit hier ist Yoga­mour, und auch die App-Stores hal­ten eini­ge Ange­bo­te bereit. Wir üben gern mit Sere­ni­ty Yin Yoga: Hier gibt es als zusätz­li­che Aus­wahl­mög­lich­keit Übungs­fol­gen, die nach the­ra­peu­ti­schen Bedürf­nis­sen geglie­dert sind (z. B. PMS, Stress, Ver­dau­ung, Jet­lag, Ein­schlaf­stö­run­gen) und (gemäß der TCM und den ent­spre­chen­den Meri­dia­nen) nach bestimm­ten, gewünsch­ten emo­tio­na­len und ener­ge­ti­schen Zustän­den.

Auch wenn es die­ses Leben nichts mehr wird mit der Kar­rie­re als Model im Yoga­ma­ga­zin ;-) – ein fle­xi­bler, gesun­der und schmerz­frei­er Kör­per ist ein­fach unbe­zahl­bar!


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