Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Vom Hafer gestochen …

Neu­lich war ich auf einem inter­es­san­ten Vor­tag des Makro­bio­ten Ste­ven Acuff, ehe­mals Ernäh­rungs­be­ra­ter an der Kas­se­ler Habichts­wald-Kli­nik. Sein Buch Eating the Wu Way for a Lon­ger and Healt­hi­er Life wird zur Zeit ins Deut­sche übersetzt.

Mit makro­bio­ti­scher Ernäh­rung habe ich mich bis­her noch nicht ein­ge­hend beschäf­tigt (zu leben­dig tauch­ten bei dem Begriff „Makro­bio­tik“ in mei­ner Erin­ne­rung die merk­wür­di­gen aus­se­hen­den und rie­chen­den Tup­per­do­sen-Inhal­te einer Mit­schü­le­rin aus dem Eng­lisch-Leis­tungs­kurs auf) – aber irgend­wann ist es ja dann mal an der Zeit, mit sei­nen Vor­be­hal­ten aufzuräumen …

So habe ich an die­sem Abend tat­säch­lich eini­ge wert­vol­le Anre­gun­gen mit­ge­nom­men. Eine die­ser Anre­gun­gen davon hat jetzt im Herbst – wo das Ver­lan­gen nach grü­nen Smoot­hies und gepress­ten Säf­ten der Lust auf War­mes und Näh­ren­des gewi­chen ist – in grö­ße­rem Umfang Ein­zug in mei­ne Küche gehal­ten: der Hafer.

Ein kleiner Lobgesang auf den Hafer

  • Hafer gilt als das ernäh­rungs­phy­sio­lo­gisch wert­volls­te Getrei­de, was vor allem auf den hohen Eiweiß­ge­halt von fast zwölf Pro­zent zurück­zu­füh­ren ist.
  • Pro­te­ine im Hafer bestehen über­wie­gend aus essen­ti­el­len Ami­no­säu­ren, die­je­ni­gen also, die der Kör­per nicht selbst her­stel­len kann. Dar­über hin­aus ist im Hafer kaum Glu­ten vorhanden.
  • Hafer ist reich an Magne­si­um, Kali­um, Eisen, Cal­ci­um, Zink und Pho­spor, B‑Vitaminen, Vit­amin E und Ballaststoffen.
  • In der Natur­heil­kun­de wird Hafer z. B. zur Ent­gif­tung, bei Haut­un­rein­hei­ten und rheu­ma­ti­schen Schmer­zen ein­ge­setzt, und zwar in vie­len ver­schie­de­nen Dar­rei­chungs­for­men: als Tee, Bade­zu­satz, Urtink­tur und natür­lich als Lebensmittel.
  • Ernäh­rungs­me­di­zi­nisch gilt Hafer als wirk­sa­mes Hilfs­mit­tel bei Magen-Darm-Erkran­kun­gen (die unver­dau­li­chen Bal­last­stof­fe des Hafers bil­den auf der Magen- und Darm­schleim­haut eine Schutzschicht),
  • er wird bei zur Regu­la­ti­on des Blut­zu­cker­spie­gels eingesetzt,
  • und schließ­lich ent­hält Hafer Phy­to­an­dro­ge­ne und spielt damit in eine wich­ti­ge Rol­le für die hor­mo­nel­le Balan­ce. Die­se dem Tes­to­ste­ron sehr ähn­li­chen pflanz­li­chen Wirk­stof­fe kom­men in hoher Kon­zen­tra­ti­on in Hafer vor. Tes­to­ste­ron bewirkt eine all­ge­mei­ne Stei­ge­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit, hat einen Ein­fluß auf Mus­kel, Bin­de­ge­we­be, Haa­re, Kno­chen, Blut­ge­rin­nung und ist wich­tig für die Libi­do, unser Selbst­be­wusst­sein und den Taten­drang. Das gilt für Män­ner und Frau­en glei­cher­ma­ßen, der Unter­schied liegt ledig­lich in der jewei­li­gen opti­ma­len Höhe des Tes­to­ste­ron­spie­gels und die Ratio zu Est­ra­di­ol und Progesteron.

Alles in allem also: Esst mehr Hafer! Und zum Ein­stieg wer­de ich hier im Blog bald ein hafe­ri­ges Früh­stücks­re­zept veröffentlichen.


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