Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Dylan de Jonge

Verdauungsschnaps adé

Jetzt, wo die Wochen mit vie­len, üppi­gen Mahl­zei­ten ins Haus ste­hen – all die Bra­ten, die gehalt­vol­len Des­serts und Weih­nachts­plätz­chen, die Raclettes und Fon­du­es, möch­te ich den Inhalt einer Aus­ga­be des News­let­ter der Fa. Her­ba­thek (einer mei­ner bei­den Online-Kräu­ter­haus-Favo­ri­ten) tei­len, der mich erstaunt (und als begeis­ter­te Tee­trin­ke­rin auch erfreut) hat.

Eine Grup­pe von Schwei­zer Wis­sen­schaft­lern des Uni­ver­si­täts­spi­tals Zürich hat die Wir­kungs­wei­se und Wirk­sam­keit des klas­si­schen Ver­dau­ungs­schnaps unter­sucht. Sie haben dazu ein klei­nes „Käse­fon­due-Expe­ri­ment“ gemacht. Dabei aßen 20 Test­per­son jeweils 200g geschmol­ze­nen Käse zusam­men mit 100g Weiß­brot. Dazu bekam die Hälf­te der Test­per­so­nen ein Glas Weiß­wein zum Essen; die ande­re Hälf­te beka­men eine Tas­se schwar­zen Tee.

Ein­ein­halb Stun­den nach dem Essen wur­de den Wein­trin­kern das Ver­dau­ungs-Schnäpp­schen ser­viert, und die Tee­trin­ker tran­ken als Diges­tif ein Glas Wasser.

Vor der Mahl­zeit wur­de der Fon­du­e­kä­se von den For­schern mit spe­zi­el­len Mar­ker-Mole­kü­len aus­ge­stat­tet. Die­se Mar­ker soll­ten im Anschluss zei­gen, wie sich der Alko­hol auf die Ver­dau­ung aus­wirkt. Die Geschwin­dig­keit der Ver­dau­ung wur­de durch den Abbau der Mole­kü­le in Magen und Darm gemes­sen, wobei Atem-Mess­ge­rä­te zum Ein­satz kamen.

Inter­es­san­ter­wei­se waren die Test­per­so­nen mit dem Alko­hol­kon­sum deut­lich län­ger mit der Ver­dau­ung des Essens beschäf­tigt als die­je­ni­gen, die Tas­se Tee und Was­ser getrun­ken hatten.

Die Ent­span­nung, die sich oft nach einem Ver­dau­ungs­schnaps ein­stellt, hat ledig­lich mit der Wir­kung des Alko­hols auf die Blut­ge­fä­ße zu tun. Die­se wer­den erwei­tert und haben so eine ent­span­nen­de Wir­kung auf die. Der Magen ist auch ein Mus­kel, und folg­lich ver­rin­gert sich das Völ­le­ge­fühl durch die Ent­span­nung, und man fühlt sich erleich­tert. Jedoch hat der Alko­hol hat das Völ­le­ge­fühl ledig­lich „betäubt“ und dar­über hin­aus die Ver­dau­ung verlangsamt.

Eine Alter­na­ti­ve für die bes­se­re Ver­dau­ung sind Kräu­ter­tees, die ent­we­der zu der Mahl­zeit oder danach getrun­ken wer­den kön­nen. Die­se punk­ten durch ihre Inhalts­stof­fe wie z. B. die Bit­ter­stof­fe, Schleim­stof­fe, äthe­ri­schen Öle etc.

Fol­gen­den Pflan­zen haben sich als beson­ders wohl­tu­end erwiesen:

  • Sal­bei
  • Fenchel–Anis–Kümmel
  • Pfef­fer­minz
  • Bei­fuß
  • Wer­mut
  • Schaf­gar­be
  • Kamil­le

Wer eine Fer­tig­mi­schung bevor­zugt, der ist mit einem „Diges­tiv-Kräu­ter­tee“ bes­tens bedient.


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