Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Tinkturen

Tinkturen 2.0 – Heilende Tinkturen einfach selbst herstellen

Im vor­letz­ten Modul der Wild­kräu­ter-Jah­res­aus­bil­dung, die ich gera­de mache, haben wir uns ein­ge­hen­der mit Tink­tu­ren beschäf­tigt.

Wäss­ri­ge und alko­ho­li­sche Tink­tu­ren und ein paar ande­re waren mir wohl bekannt, aber wel­che Band­brei­te an Trä­ger­stof­fen es für Tink­tu­ren gibt, war mir völ­lig neu.

Alko­hol ist zwar die Trä­ger­lö­sung, die das brei­tes­te Spek­trum an Wirk­stof­fen aus den Pflan­zen lösen kann, aber es gibt auch eini­ge Grün­de, die gegen alko­ho­lisch Tink­tu­ren spre­chen wie z. B.

  • Alko­ho­lis­mus
  • Alko­holin­to­le­ranz
  • Schwan­ger­schaft
  • Anwen­dung bei Kin­dern
  • Die Dena­tu­rie­rung der mole­ku­la­ren Struk­tu­ren von Pro­te­inen, Nukle­in­säu­ren und Polys­ac­chari­den der Heil­pflan­zen durch Alko­hol. (Sie kön­nen dadurch ihre Leben­dig­keit und ursprüng­li­che Wirk­kraft ver­lie­ren.)
  • Gegen­sätz­li­che Wir­kung des Alko­hols zu den Inhalts­stof­fe (z. B. wirkt Mari­en­dis­tel leber­stär­kend, und Alko­hol wirkt auch in gerin­ger Men­ge leber­be­las­tend)

(Ich gehe davon aus, dass die bei­den zuletzt genann­ten Grün­de die Haupt­grün­de dafür sind, dass sich Antho­ny Wil­liam vehe­ment gegen alko­ho­li­sche Tink­tu­ren aus­spricht.)

Alternativen zum Alkohol als Trägersubstanz

Tink­tu­ren kann man auch mit ande­ren Trä­ger­sub­stan­zen her­stel­len, u. a. die­sen:

  • Essig
  • Natron
  • Sole
  • Oxy­mel (Honig und Essig)
  • Milch
  • Erde
  • Defru­tum (ein­ge­koch­ter Frucht­si­rup, oft aus Trau­ben)
  • fer­men­tier­te Geträn­ke wie Bors, Boza, Kwas
  • Asche (Pyxis)
  • Agrest/Verjus (aus grü­nen Trau­ben)
  • DMSO (Dime­thyl­sul­foxid)
  • Gly­ze­rin

Die Her­stel­lung sol­cher Tink­tu­ren ist wirk­lich ganz ein­fach, und ich wer­de Euch in den nächs­ten Wochen zwei Rezep­te zum Nach­ma­chen und Expe­ri­men­tie­ren vor­stel­len.

Wer tie­fer in die Mate­rie ein­tau­chen möch­te, dem sei das Buch Ver­ges­se­ne Heil­tink­tu­ren von Gabrie­la Nedo­ma emp­foh­len, aus dem auch (fast) alle hier beschrie­be­nen Infor­ma­tio­nen stam­men.


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