Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

Menü

© rangizzz / stock.adobe.com

SOS! Selbsthilfe bei … Stress

Also – ich muss wirk­lich sehr lan­ge dar­über nach­den­ken, wenn ich eine mir bekann­te Per­son in unse­rer Gesell­schaft benen­nen soll­te, die berufs­tä­tig ist, bzw. eine Fami­lie mit Kin­dern oder pfle­ge­be­dürf­ti­gen Ange­hö­ri­gen managt (oder bei­des zusam­men), und die von sich sagen wür­de, dass sie nicht gestresst sei.

Kein Wun­der: Unser Leben ist extrem schnell getak­tet, so als hät­te jemand bestän­dig sei­nen Fin­ger auf dem „Fast-Forward“-Knopf, mul­ti­tas­king auf allen Ebe­nen ist gefor­dert, und alles muss bes­ser, höher, schnel­ler, wei­ter, effi­zi­en­ter, per­fek­ter sein.

Was kann man dem ent­ge­gen­set­zen? — Ganz grund­sätz­lich ist es wich­tig, sich sei­ner eige­nen Wer­te bewusst zu wer­den und ihnen in der eige­nen Lebens­ge­stal­tung Prio­ri­tät ein­zu­räu­men … auch wenn die­se jen­seits des vom Main­stream vor­ge­ge­be­nen Rah­men lie­gen. Und sich dar­in üben, in jeder Hin­sicht sein eige­nes Tem­po zu gehen. Ein Bei­spiel: Muss man sich wirk­lich schon mor­gens um 6.00 Uhr, noch bevor man selbst im Tag und bei sich selbst gelan­det ist, mit all den Kata­stro­phen und Auf­re­gern in den elek­tro­ni­schen Medi­en, sozia­len Netz­wer­ken und E‑Mails kon­fron­tie­ren? Oder: Muss man über­all dabei sein? Jeden Trend mit­ma­chen? Muss man in jeder Hin­sicht sein eige­nes Wohl­erge­hen hin­ten anstellen?

Über die­se grund­sätz­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen hin­aus gibt es immer wie­der Tage oder Zei­ten, die uns beson­ders belas­ten und mehr als das „gewohn­te“ Maß for­dern. Dann sind die bewähr­tes­ten Ers­te-Hil­fe-Maß­nah­men Bewe­gung und Ent­span­nung, und das hat ganz hand­fes­te Grün­de: Stress geht auf der kör­per­li­chen Ebe­ne sowohl mit Mus­kel­an­span­nung bzw. ‑ver­span­nung als auch mit einer fla­chen Atmung ein­her. Der Sym­pha­ti­kus (das „Gas­pe­dal“ unse­res auto­no­men Ner­ven­sys­tems) ist (dauer)-aktiv, und dies wie­der­um hat eine ent­spre­chen­de Bio­che­mie und die damit asso­zi­ier­ten Gefüh­le zur Folge.

Bewe­gung (am Bes­ten im Frei­en – vgl. den Arti­kel über depres­si­ve Ver­stim­mun­gen – oder Yoga) löst die mus­ku­lä­ren Ver­span­nun­gen und dabei sozu­sa­gen als Neben­ef­fekt den Stress. Tie­fe, bewuß­te und gleich­mä­ßi­ge Atmung hat einen ähn­li­chen Effekt: der Kör­per kann nicht gleich­zei­tig unter Stress ste­hen (Sym­pha­ti­kus) und tief und ent­spannt atmen.

In wel­chen Momen­ten der Stress­ab­bau durch Bewe­gung und in wel­chen durch Ent­span­nung bes­ser abge­baut wer­den kann, gilt es her­aus­zu­fin­den. Manch­mal ist die Bat­te­rie jedoch so leer, dass sich die Fra­ge gar nicht stellt. Dann ist hei­ßes Bad in Epsom-Salz eine Mög­lich­keit, auf bio­che­mi­sche Wei­se zur Mus­kel­ent­span­nung bei­zu­tra­gen … und danach ein­fach ab ins Bett.

Haus­apo­the­ke: Epsom-Salz


Alle Blog-Beiträge anzeigen