Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

Menü

© Alena Ozerova / stock.adobe.com

Selbstliebe – was bedeutet das eigentlich?

Die­se Fra­ge tauch­te neu­lich wie eine Ein­ge­bung in mei­nem Kopf auf, als ich wie­der ein­mal in einer Zeit­schrift etwas in der Art von „mehr Selbst­lie­be ist die Lösung“ las. Die­ses Wort „Selbst­lie­be“ und „man müs­se sich nur selbst mehr lie­be“ ist so sehr zu einem All­ge­mein­platz gewor­den, dass es mich selbst über­rascht hat, auf Anhieb gar kei­ne stim­mi­ge Ant­wort dar­auf zu haben.

Nun, dass es nichts damit zu tun hat, beim Anblick sei­nes Spie­gel­bil­des vor Ver­zü­cken dahin­zu­schmel­zen oder sich selbst im Geis­te ver­lieb­te Wor­te zuzu­rau­nen – das ist offen­sicht­lich … aber was ist denn Selbst­lie­be wirk­lich – und wie funk­tio­niert das? Ich habe über die­se Fra­ge etwas kon­tem­pliert und sie auch in der Aka­sha-Chro­nik gestellt – und hier ist die Antwort:

Selbst­lie­be bedeu­tet zunächst ein­mal, all sei­ne eige­nen Emo­tio­nen, Befind­lich­kei­ten, Gedan­ken, Urtei­le, Reak­tio­nen, Wün­sche etc. wahr­zu­neh­men – und zwar unzen­siert und ohne Selbst­ver­ur­tei­lung. Nichts davon gleich im Keim ersti­cken, im vor­aus­ei­len­den Gehor­sam oder mit dem Eti­kett „unmög­lich“, „bloß nicht“, „auf gar kei­nen Fall“ unge­se­hen in die hin­ters­ten Schub­la­den des Unter­be­wußt­seins zu stop­fen. Oder einen der sons­ti­gen (häu­fig schon voll­au­to­ma­ti­sier­ten) Ent­sor­gungs­vor­gän­ge für uner­wünsch­te, inne­ren Regungen/ Bewe­gun­gen in Gang setzen.

Sie ist also eine Hal­tung im Sin­ne von: „Aha – wie inter­es­sant“ an den Tag zu legen. Die­ses unzen­sier­te Mate­ri­al unse­rer mensch­li­chen Regun­gen und Befind­lich­kei­ten bekommt damit zunächst ein­mal eine urteils­freie Exis­tenz­be­rech­ti­gung. Oder im Sin­ne des Zeit­geists for­mu­liert: wir neh­men uns selbst damit bedin­gungs­los an.

Sol­ches „Vor­ge­hen“ bedingt auch immer wie­der Zeit und Sein mit sich allei­ne, um nach­zu­spü­ren, nach­zu­den­ken, zu sor­tie­ren, Klar­heit zu fin­den. Und die­se Allei­ne-Zeit ver­dient es, Prio­ri­tät in der Hek­tik unse­res Mul­ti-Tas­king-All­tags mit sei­nem bestän­di­gen Infor­ma­ti­ons-Rau­schen ein­ge­räumt zu bekommen.

Der nächs­te Schritt auf dem Weg Selbst­lie­be besteht dar­in, das, was von die­sem „Roh­ma­te­ri­al“ für uns wich­tig ist, zu kom­mu­ni­zie­ren. Also zu uns selbst zu ste­hen und für unse­re inne­re Wahr­neh­mung, Wahr­heit etc. auf­zu­ste­hen und ein­zu­ste­hen. Das bedeu­tet ja nicht, dass wir damit auch „objek­tiv gese­hen“ rich­tig lie­gen, oder Ande­re die­se Rea­li­tät tei­len oder beja­hen müss­ten. Oder dass uns das zuste­hen wür­de, was und wie wir es ger­ne hät­ten – es geht dar­um, dass wir so für uns selbst sorgen.

Selbst­lie­be ist kei­ne Emo­ti­on, son­dern ein Bewußt­s­eins­zu­stand, der auf lie­be­vol­ler Annah­me fußt und in einen authen­ti­schen Aus­druck im Außen mündet.

Die­ser Bewußt­s­eins­zu­stand ist dann auch die Grund­la­ge für (wie im Blog­bei­trag Leben ler­nen: Nach­le­se der Win­ter-Rei­se zu João de Deus in Aba­diâ­nia beschrie­ben) all die zu tref­fen­den klei­nen und gro­ßen Ent­schei­dun­gen, die unse­re Lebens­ge­stal­tung und das damit ein­her­ge­hen­de Lebens­ge­fühl prägen.

Also, in die­sem Sin­ne: lie­ben wir uns selbst! :-)


Alle Blog-Beiträge anzeigen