Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Selbst fermentiertes Gemüse: lebendige Nahrung

Vom Fer­men­tie­ren habe ich zum ers­ten Mal 2014 von einem Roh­kost-Koch in den USA gehört. Begeis­tert pries er die gesund­heit­li­chen Vor­tei­le von Fer­men­tier­tem und die offen­bar uner­schöpf­li­che Geschmacks­viel­falt. Wie­der zu Hau­se ange­kom­men kauf­te ich mir dann das emp­foh­le­ne Buch des ame­ri­ka­ni­schen Fer­men­tier-Gurus San­dor Ellix Katz mit dem deut­schen Titel Die Kunst des Fer­men­tie­rens. Vol­ler Inter­es­se und Neu­gier habe ich es gele­sen, aber irgend­wie erschien mir das Gan­ze doch reich­lich kom­plex und umständ­lich, und so leg­te ich das Pro­jekt erst­mal auf Hal­de.

Anfangs des Jah­res erzähl­te mir dann eine Freun­din glei­cher­ma­ßen begeis­tert vom Fer­men­tie­ren und all den aben­teu­er­li­chen Rezep­ten, die sie bereits aus­pro­biert hat­te. Die­ses Mal schaff­te ich mir – wie­der hoch­mo­ti­viert – einen beein­dru­cken­den 5‑Li­ter-Gär­topf an und ein wei­te­res Buch von San­dor Katz, dies­mal mit dem etwas nie­der­schwel­li­ge­ren Titel So ein­fach ist Fer­men­tie­ren. Ich weiß nicht, was mich noch immer zurück­ge­hal­ten hat – der volu­mi­nö­se Gär­topf oder der Gedan­ke, was alles auf unap­pe­tit­li­che Wei­se miss­lin­gen könn­te? – aber wie­der ver­ging ein hal­bes Jahr ohne einen eige­nen ers­ten Ver­such.

Doch schließ­lich – aller guter Din­ge sind drei – hat dann ein tol­les Work­shop-Ange­bot zum The­ma zu mir gefun­den. Das war der Durch­bruch!

Aber bevor ich jetzt auch ins Schwär­men gera­te, wie köst­lich der Inhalt mei­ner kun­ter­bun­ten Glä­ser schmeckt, erst mal ein paar Infos dar­über, was es mit dem Fer­men­tie­ren über­haupt auf sich hat.

Fer­men­tie­ren (auch ver­gä­ren oder milch­säu­ern genannt) ist eine der ältes­ten und natür­lichs­ten Arten, um Gemü­se halt­bar zu machen. Fer­men­tier­tes Gemü­se ist leicht ver­dau­lich sowie auch zucker- und kalo­rien­arm und reich an Vit­ami­nen, Enzy­men und Mine­ral­stof­fen.

Außer Gemü­se und den Gewürz­zu­ta­ten braucht man nichts wei­ter als Ein­mach­glä­ser, hoch­wer­ti­ges Salz (Kris­tall,- Stein- oder Meer­salz) und Was­ser. In der Salz­la­ke, in die man das Gemü­se ein­legt, ver­meh­ren sich Milch­säu­re­bak­te­ri­en (Laktoba­zil­len), die den Vor­gang des Fer­men­tie­rens erle­di­gen. Die­se Laktoba­zil­len die­nen einem gesun­den Darm und damit auch unse­rer Immun­ab­wehr. Sie bekämp­fen im Glas (genau­er gesagt in der Salz­la­ke) alle schäd­li­chen und uner­wünsch­ten Bak­te­ri­en, indem sie das Milieu immer sau­rer machen. Damit wird den „schlech­ten“ Mikro­or­ga­nis­men das Über­le­ben unmög­lich gemacht, da Ihnen der benö­tig­te Sauer­stoff ent­zo­gen wird. Die Laktoba­zil­len ernäh­ren sich von Koh­le­hy­dra­ten (Zucker und Stär­ke) aus dem Gemü­se, spal­ten grö­ße­re Mole­kü­le auf und machen dadurch aller­lei Vital­stof­fe für uns bio­ver­füg­bar.

Auf die ein­zel­nen Schrit­te des Anset­zen und „Pfle­gens“ der Fer­men­te möch­te ich an die­ser Stel­le nicht detail­lier­ter ein­ge­hen – das über­las­se ich den Pro­fis.

Und um Ihnen mei­nen Hür­den­lauf zu erspa­ren – hier zwei tol­le links zum The­ma: Die Web­site Wil­de Fer­men­te und ein Video mit Theo­rie und einer Schritt-für-Schritt-Anlei­tung.

Und nach­dem ich nun ganz prak­tisch ver­stan­den habe, was zu tun ist und wie ein­fach und lecker es schmeckt, wer­de ich mich noch­mal mit neu­em Elan den Rezep­ten von San­dor Katz zuwen­den …


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