Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Melatonin – das Schlafhormon

Mela­to­nin ist das Hor­mon, das beim Men­schen den Tag-Nacht-Rhyth­mus (den sog. zir­ka­dia­nen Rhyth­mus) steu­ert. Das Mela­to­nin wird haupt­säch­lich in der Zir­bel­drü­se (aber auch im Magen-Darm-Trakt und in der Netz­haut des Auges) aus Sero­to­nin hergestellt.

Die Syn­the­se und die Frei­set­zung des Mela­to­nin aus der Zir­bel­drü­se (Epi­phy­se) ist abhän­gig vom Licht. Mit ein­set­zen­der Dun­kel­heit beginnt die Frei­set­zung des Hor­mons, und sie lässt in den frü­hen Mor­gen­stun­den mit der begin­nen­den Däm­me­rung wie­der nach.

Inter­es­sant zu wis­sen ist es (ins­be­son­de­re bei der Behand­lung von Schlaf­stö­run­gen wäh­rend der Wech­sel­jah­ren und in der Meno­pau­se), dass die Mela­to­nin­pro­duk­ti­on wäh­rend der Puber­tät bereits ihren Höhe­punkt erreicht hat. Danach sinkt die Pro­duk­ti­on bestän­dig, und Men­schen über 50 Jah­re errei­chen oft nur noch einen Mela­ton­in­spie­gel, der 10% der jugend­li­chen Pro­duk­ti­on ent­spricht. Die­ser Mela­to­nin­man­gel ist eine häu­fi­ge Ursa­che der Schlafstörungen.

Auch ande­re Regu­la­ti­ons- und Steue­rungs­me­cha­nis­men sind vom Mela­to­nin, das übri­gens eines der noch am wenigs­ten erforsch­ten Hor­mo­ne ist betei­ligt, z. B. an Alte­rungs­pro­zes­sen, Blut­druck oder Nierenfunktion.

In den USA wird Mela­to­nin als eines der „Anti-Aging-Prä­pa­ra­te“ und als beson­ders star­kes Anti-Oxi­dans gefei­ert. Wie bei allen (bio­iden­ti­schen) Hor­mon­sub­sti­tu­tio­nen ist die Ein­nah­me von Mela­to­nin auch eine Fra­ge der rich­ti­gen Dosie­rung. Ob ein Man­gel an Mela­to­nin die Ursa­che für Schlaf­stö­run­gen ist und wel­che Dosie­rung emp­feh­lens­wert ist, kann über einen Spei­chel­hor­mon­test im Labor bestimmt werden.

Stö­run­gen im Mela­tonin­haus­halt kön­nen ins­be­son­de­re auch durch Schicht­ar­beit und die Zeit­ver­schie­bung bei Fern­rei­sen her­vor­ge­ru­fen wer­den. In Viel­flie­ger­krei­sen ist die Ein­nah­me von Mela­to­nin ein belieb­tes Mit­tel, um den Jet­lag schnel­ler zu überkommen.

Ein Tipp, um der Zir­bel­drü­se mög­lichst lan­ge zu ermög­li­chen, Mela­to­nin aus­zu­schüt­ten, ist es, ein bis zwei Stun­den vor dem Schla­fen­ge­hen kei­ne Arbeit mehr am Bild­schirm zu ver­rich­ten oder fern­zu­se­hen. Dar­über­hin­aus soll­te man dar­auf ach­ten, in einem gut abge­dun­kel­ten Raum zu schlafen.

Möch­ten Sie Ihren Mela­ton­in­spie­gel mes­sen las­sen? Neh­men Sie hier Kon­takt zu mir auf.


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