Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Evgeniy Kletsov

Kapitel 4 – Mit Liebe gemacht

Lie­be ist ein gro­ßes Wort. Es wird oft infla­tio­när ver­wen­det und als roman­ti­sche Wal­lung oder Gefühls­du­se­lei miss­ver­stan­den. Viel­leicht soll­te ich daher eher von Freu­de, Begeis­te­rung, Flow, Hin­ga­be an die Sache spre­chen. Ein Zustand, in dem ein Kind sich sei­nem Spiel wid­met, selbst­ver­ges­sen, jen­seits der Zeit und irgend­wel­cher Hin­ter­ge­dan­ken, Berech­nung oder Absich­ten – ein­fach aus Spaß an der Freu­de.

Wie weit weg ist für die meis­ten von uns ein sol­ches Erle­ben gerückt, ein­ge­bun­den in die ste­te Erfül­lung der ver­schie­de­nen, oft schier nicht enden wol­len­den Pflich­ten und Ver­pflich­tun­gen und der Anpas­sung an genorm­te Rol­len- und Arbeits­vor­stel­lun­gen? Wie sehr haben wir uns ein­ge­fügt und pas­send gemacht? „Man muss ja!“ Und wie wenig wis­sen wir oft, was uns wahr­haft Freu­de und Erfül­lung bringt?

Was für ein Freu­de hat es mir berei­tet, auf unse­rer Rei­se so vie­len Men­schen zu begeg­nen, die mit Lei­den­schaft und nach ihrer eige­nen Façon ihr Leben gestal­ten – im Gro­ßen oder auch im Klei­nen – und Zufrie­den­heit und eine Art „Bei-sich-sein“ aus­strah­len, wie man es hier nicht so häu­fig antrifft.

  • Da ist der Far­mer, der sei­ne Lei­den­schaft für die abso­lut geho­be­ne (und gesun­de) Koch­kunst lebt, in dem er den wan­dern­den Über­nach­tungs­gäs­ten (die in der Regel froh sind, nach einem anstren­gen­den Tag etwas zu essen zu bekom­men) Menüs kre­denzt, deren Gerich­te und die Zube­rei­tung mühe­los aus der Küche eines Ster­ne­re­stau­rants stam­men könn­te.
  • Da ist die jun­ge Bio­lo­gin mit ihrer Begeis­te­rung für Pflan­zen und Heil­kun­de, die mit­ten in der geschäf­ti­gen Haupt­stra­ße einer Groß­stadt einen Kräu­ter­la­den betreibt, der voll­kom­men aus der Zeit gefal­len scheint. Hier ver­ar­bei­tet und ver­kauft sie Heil­kräu­ter, die sie im Busch selbst sam­melt und dar­aus Tees und Tink­tu­ren zube­rei­tet und berät mit aller Hin­ga­be ihre Kun­den.
  • Da ist die älte­re Tier­lieb­ha­be­rin, die aus Mit­ge­fühl begon­nen hat, für im Stras­sen­ver­kehr ver­letz­te Wild­tie­re einen klei­nen Platz zur Gene­sung zu schaf­fen. Aus dem ist mitt­ler­wei­le eine rie­si­ge Wild­tier-Auf­fang­sta­ti­on gewor­den … mit ent­spre­chen­den Bil­dungs- und Aus­bil­dungs­an­ge­bo­ten.

Und das sind nur ein paar von vie­len Bei­spie­len, die uns begeg­ne­ten.

Es soll an die­ser Stel­le nicht um Beruf und Beru­fung gehen, son­dern schlicht­weg dar­um, sich selbst zu erlau­ben, immer wie­der Din­ge zu tun, die einem Freu­de berei­ten und das Gefühl von Zufrie­den­heit oder Sinn­haf­tig­keit. Man­che haben ganz ver­ges­sen, wie es sich anfühlt oder sogar, was das ist.

Nun erle­ben wir gera­de eine Zeit, in der alte Struk­tu­ren zer­bre­chen und nichts mehr sicher ist. Aber wenn nichts mehr sicher ist, ist auch alles mög­lich.

Was ist es, wovon Du wirk­lich träumst? Was möch­test Du in Dein Leben brin­gen? Was ist Dei­ne beson­de­re Gabe? Dein Geschenk an die Welt? Jetzt ist der Moment, sich die­se Fra­gen zu stel­len, sie im Her­zen zu bewe­gen, um neue Impul­se in Dein Leben zu brin­gen.

Wenn Du die­sen Fra­gen Raum geben möch­test und Wege der Inspi­ra­ti­on dazu suchst, dann möch­te ich Dich ein­la­den zu die­sen bei­den Medi­ta­tio­nen:


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