Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Jens Lelie

Kapitel 3 – Kraftvolle Entscheidungen treffen

Das gan­ze Leben besteht aus einer unent­weg­ten Abfol­ge von Ent­schei­dun­gen. Jeden Tag tref­fen wir bis zu 100.000 Ent­schei­dun­gen, die meis­ten davon unbe­wusst: Gibt es heu­te zum Früh­stücks-Müs­li Apfel, Bana­nen oder bei­des? Das rote T‑Shirt anzie­hen oder die blaue Blu­se? Jetzt die Freun­din anru­fen oder spä­ter oder lie­ber mor­gen?

Von Erfolgs­men­schen wie Ste­ve Jobs oder Mark Zucker­berg wird berich­tet, dass sie aus einem Grund die immer glei­chen Jeans und das immer glei­che Ober­tei­le tra­gen bzw. getra­gen haben und im Klei­der­schrank meh­re­re Exem­pla­re der glei­chen Klei­dungs­stü­cke haben: kei­ne Ener­gie für die unwich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu ver­schwen­den, um Kraft und Auf­merk­sam­keit für wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu haben.

Wäh­rend unse­res Road­trips, jen­seits der gewohn­ten all­täg­li­chen Bah­nen, Vor­lie­ben und Auto­ma­tis­men, in dem jeder Tag als ein unbe­schrie­be­nes Blatt vol­ler unend­li­cher Mög­lich­kei­ten begann, rück­te das The­ma „Ent­schei­dun­gen“ auf eine ganz neue Art und Wei­se in den Fokus. Wir muss­ten Ent­schei­dun­gen bewusst tref­fen; reflex­haf­te Gewohn­hei­ten und die übli­chen All­tags-Abläu­fe waren ver­schwun­den.

Plötz­lich stand die Fra­ge im Vor­der­grund: „Was wol­len wir denn wirk­lich? Heu­te eine wei­te Etap­pe fah­ren, um am nächs­ten Tag einen Strand­tag zu genie­ßen oder lie­ber noch etwas City-Sight­see­ing und nach­mit­tags nur ein kur­ze Etap­pe? Wie viel Ener­gie haben wir jetzt gera­de? Was ist uns wich­ti­ger?“

Du kannst nicht nicht entscheiden!

Eine alte, und für mich immer wie­der aktu­el­le, Weis­heit ist: Du kannst Dich nicht nicht ent­schei­den – denn auch das ist eine Ent­schei­dung, die Kon­se­quen­zen mit sich bringt. Kann ich mich nicht ent­schei­den, wohin ich heu­te fah­ren möch­te, blei­be ich an dem Ort, an dem ich bin, oder ich fah­re aufs Gera­de­wohl los und wer­de irgend­wo lan­den. Ste­he ich wäh­rend des Walks an einem der „Decisi­on Points,“ an denen man die nächs­te Etap­pe bestimmt: über den Strand, wenn die Tide es zulässt (anstren­gen­der Unter­grund, star­ker Wind und traum­haf­te Wei­te, die Mög­lich­keit die Füs­se zwi­schen­durch ins Was­ser zu stel­len) oder den Klip­pen­pfad (vie­le Auf-und Abstie­ge aber tol­le Aus­sicht), dann muss ich eine Wahl tref­fen.

Die wich­tigs­te Lek­ti­on, die wir gelernt haben: Tref­fe eine Ent­schei­dung und erfreue Dich dann an dem, was Dein Weg Dir bringt. Ver­schwen­de kei­nen Gedan­ken dar­an, wie es gewe­sen wäre, wenn Du eine ande­re Wahl getrof­fen hät­test. So war bzw. ist eben Dein Weg. Du hast so ent­schie­den, wie es Dir in die­sem Moment, auf­grund Dei­ner Befind­lich­keit, Vor­lie­ben, Wis­sens, Erfah­rung, Infor­ma­ti­on und Intui­ti­on rich­tig erschien. Wenn Du auf Dei­nem Weg neue Erfah­run­gen gesam­melt oder mehr Infor­ma­tio­nen bekom­men hast, dann kannst Du ande­re Ent­schei­dun­gen tref­fen. Es gibt immer wie­der die Mög­lich­keit zu Kurs­kor­rek­tur und/oder einen neu­en Tag mit neu­en Ent­schei­dungs­mög­lich­kei­ten.

Wör­ter wie „hät­te“ und „wäre“ sind dann müßig, eben­so wie Selbst­vor­wür­fe. Ja, ich war es, die fel­sen­fest über­zeugt war, die rich­ti­ge Rou­te zu ken­nen, was uns zwei Extra­stun­den Gewalt­marsch im schwin­den­den Tages­licht gekos­tet hat … auf von Gift­schlan­gen stark fre­quen­tier­ten Wegen. Aller­dings hat die­ser Tag die Ein­schät­zung unse­rer kör­per­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit mas­siv nach oben kor­ri­giert, Nico hat sich zum Exper­ten für das Kar­ten­ma­te­ri­al erklärt und dadurch neue Fer­tig­kei­ten ent­wi­ckelt und wir haben uns auf ver­bes­ser­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men geei­nigt. Also: War die­se „Fehl­ent­schei­dung“ nun gut oder schlecht?

Die­se gelas­se­ne­re Betrach­tungs­wei­se unse­rer Ent­schei­dun­gen (rück­wir­kend und vor­aus­schau­end) nimmt etwas von der Angst vor grö­ße­ren Ent­schei­dun­gen.

Tipps: Entscheidungen treffen

Eini­ge Tipps aus der Pra­xis möch­te ich an die­ser Stel­le mit­ge­ben zum Tref­fen von wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen, bei denen die übli­che Pro- und Con­tra-Lis­te kei­ne wei­te­re Hil­fe bie­tet und sich auch kein kla­res Gefühl dazu ein­stellt:

Schla­fe min­des­tens eine Nacht dar­über und tref­fe Dei­ne Ent­schei­dung in der Abwe­sen­heit ande­rer Per­so­nen in Dei­ner phy­si­schen Gegen­wart – also in Dei­ner eige­nen Aura/Energie.

Lege vor Dir A4-Zet­tel auf den Boden, beschrif­te jeden mit einer der Wahl­mög­lich­kei­ten und einen mit den Wor­ten „nichts von alle­dem“. Erde Dich und ver­bin­de Dich mit der Quel­le – wie das geht erklä­re ich im Video Anbin­dung mit dem kos­mi­schen Herz­schlag. Dann fra­ge Dich: wie gin­ge es mir in zwei Jah­ren von jetzt an, wenn ich mich für die­se Mög­lich­keit ent­schei­den wür­de? Stel­le Dich dann der Rei­he nach auf jeden der Zet­tel, schlie­ße die Augen und las­se es Dich spü­ren. Wie ist Dei­ne Befind­lich­keit, der Atem? Wel­che Emo­tio­nen kannst Du wahr­neh­men? Kör­per­li­che Reak­tio­nen?

Tren­ne Dich ener­ge­tisch von der jewei­li­gen letz­ten Wahl­mög­lich­keit ab, bevor Du den nächs­ten Zet­tel betrittst, in dem Du die Inten­ti­on setzt und Arme und Bei­ne aus­schüt­telst.

Danach wirst Du ein ziem­lich gutes Gespür für die bes­te Wahl­mög­lich­keit haben und so gestärkt Dei­ne Ent­schei­dung tref­fen kön­nen.


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