Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Frag Dich doch mal …

Dass wir unse­re all­täg­li­che Rea­li­tät mit­er­schaf­fen – durch die Art und Wei­se, wie wir auf das Leben sehen, Ereig­nis­se inter­pre­tie­ren und wel­che Gefüh­le wir dazu haben, haben wir alle schon gehört. Vie­le Glau­bens­sät­ze und Mus­ter sind aller­dings oft so tief in uns ver­wur­zelt, dass man sich ihrer gar nicht wirk­lich bewusst ist. So wird z. B. jemand, der von Kind an gelernt hat, dass die Welt ein unsi­che­rer Ort ist und man den Men­schen nicht ver­trau­en kann, auch wie­der­holt ähn­li­che, unglück­li­che Erfah­run­gen mit sei­nen Mit­men­schen machen, was sei­neur­sprüng­li­che Über­zeu­gung noch wei­ter zemen­tiert. Um bei unse­rem fik­ti­ven Bei­spiel zu blei­ben: Das eige­ne Ver­hal­ten wird noch miss­traui­scher, man ver­schließt sich und inter­pre­tiert jede Aus­sa­ge und jede Hand­lung des Gegen­übers in die glei­che Rich­tung.

Durch das Reso­nanz­prin­zip („Glei­ches zieht Glei­ches an“) wird sich wei­ter­hin mehr des­sel­ben im Leben zei­gen. Und schließ­lich wird aus einem Glau­bens­satz (ganz egal, ob wir ihn über­nom­men haben, oder selbst kre­iert) eine unum­stöß­li­che Wahr­heit.

Im Klei­nen ist das Reso­nanz­prin­zip gut beob­acht­bar: so wird man z. B. als Frau mit Kin­der­wunsch über­all Schwan­ge­re sehen. Lieb­äu­gelt man mit einem neu­en Auto, sieht man auf ein­mal über­all das Wunsch­mo­dell auf der Stra­ße.

Ein beson­de­res Poten­ti­al, unse­re gut ver­steck­ten und un- bis halb­be­wuß­ten Über­zeu­gun­gen ans Tages­licht zu beför­dern, haben Kri­sen­mo­men­te. Wenn wir auf­merk­sam genug sind, haben wir in sol­chen Situa­tio­nen die Gele­gen­heit, die Geschich­ten beim Schopf zu fas­sen, die wir uns in Gedan­ken wie­der und wie­der erzäh­len, und die unse­re Per­spek­ti­ve auf das Lebens­ge­sche­hen bil­den.

In mei­nem letz­ten News­let­ter habe ich über einen mei­ner Kri­sen­mo­men­te geschrie­ben: Den Ver­lust der gesam­ten Ter­min­pla­nung für 2019. Man braucht nicht viel Fan­ta­sie, um sich aus­zu­ma­len, dass das ein Dra­ma für mich war. Und zunächst bin ich in Panik aus­ge­bro­chen. Mei­ne Neben­nie­ren haben alle Adre­na­lin- und Cor­tisol­vor­rä­te aus­ge­schüt­tet, die nur irgend­wie zu akti­vie­ren waren. Dem Dra­ma folg­te die Erschöp­fung, und dann irgend­wann über­leg­tes Han­deln … Und ich konn­te die Geschich­te dazu hören, die mir (die uner­bitt­li­che Stim­me im Kopf) dazu immer wie­der immer wie­der erzählt hat. Uuuiiihh – inter­es­sant!

In der Medi­ta­ti­on bekam ich abends ein paar inter­es­san­te Anre­gun­gen zur Selbst­be­fra­gung, die dann einen schö­nen Heil­pro­zess in Gang gesetzt hat. Jeder Coach und The­ra­peut weiß, dass die Qua­li­tät einer Sit­zung zu einem gro­ßen Teil von der Qua­li­tät der Fra­gen abhängt, die gestellt wer­den. Um Dir selbst die­se (und ande­re) Fra­gen zu stel­len, brauchst Du kei­ne aku­te Kri­se. ;-) Nimm sie ein­fach als Anre­gung zu Medi­ta­ti­on oder Selbst­re­flek­ti­on – und schau, wo sie Dich hin­füh­ren:

  • Was wäre, wenn Du immer und in jeder Situa­ti­on wüss­test, dass das Leben *für* Dich arbei­tet?
  • Was wäre, wenn Du immer und in jeder Situa­ti­on wüss­test, dass Du geliebt bist, und eins bist mit der Quel­le?
  • Wenn mein Kör­per in Wor­ten spre­chen könn­te, was wür­de er mir sagen? Was wür­de er sich von mir wün­schen?
  • Wenn ich aus der Per­spek­ti­ve des Kinds, das ich ein­mal war, auf mich selbst und mein Erwach­se­nen­le­ben bli­cken wür­de, was wür­de die­ses Kind sagen und füh­len?
  • Wenn ich wüss­te, dass mein Leben in zwölf Mona­ten been­det wäre, wie wür­de ich dann mein Leben füh­ren? Was wäre für mich wich­tig? (Dan­ke für die­se Fra­ge, Con­ny!)

Eine gute Her­an­ge­hens­wei­se ist es, die­se Fra­gen schrift­lich zu beant­wor­te­ten. Und zwar ohne dar­über nach­zu­grü­beln, son­dern den Stift ein­fach schrei­ben las­sen – so lan­ge, bis es fer­tig ist. Ohne dazwi­schen das Geschrie­be­ne zu über­prü­fen – und sich am Ende von dem Geschrie­be­nen über­ra­schen zu las­sen.

Viel Freu­de und Erkennt­nis­se dabei!


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