Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Entschlacken und Entgiften: wozu und wie?

Alle phy­sio­lo­gi­schen Abläu­fe in unse­rem Kör­per brau­chen bestimm­te Vor­aus­set­zun­gen (Tem­pe­ra­tur, Sub­stan­zen etc.), um opti­mal funk­tio­nie­ren zu kön­nen. So sind z. B. Ner­ven, Zel­len, Hor­mo­ne und Enzy­me auf einen bestimm­ten ph-Wert ange­wie­sen, um ihre Funk­ti­on erfül­len zu kön­nen. (Der ph-Wert gibt an, wie sau­er bzw. basisch eine Flüs­sig­keit ist.)

Basen sind Ver­bin­dun­gen, die mehr nega­tiv gela­de­ne (OH-)Ionen ent­hal­ten. Säu­ren ent­hal­ten in ihren Ver­bin­dun­gen mehr posi­tiv gela­de­ne (H-)Ionen. Wenn eine Base mit einer Säu­re eine Ver­bin­dung ein­geht, ent­steht Was­ser und ein (neu­tra­les) Salz­mo­le­kül, das vom Kör­per aus­ge­schie­den wer­den kann.Säuren und Basen müs­sen im Kör­per in einem aus­ge­wo­ge­nen Ver­hält­nis als Wech­sel­spie­ler vor­han­den sein. Leber, Gal­le, Bauch­spei­chel­drü­se, Dünn- und Dick­darm sind baso­phi­le Orga­ne, d. h. sie sind auf ein basi­sches Milieu ange­wie­sen. Durch Umwelt­ein­flüs­se und Umwelt­gif­te, unse­re Lebens­füh­rung, die Ernäh­rung, Medi­ka­men­te etc. über­wiegt jedoch die Zufüh­rung und Ent­ste­hung von Säu­ren in unse­rem Körper.

Woher kommen die Säuren in unserem Körper?

1. Ernährung

  • Fleisch – Harnsäure
  • Schwei­ne­fleisch – Harn­säu­re und Schwefelsäure
  • Fet­tes und Süßig­kei­ten – Essigsäure
  • Limo und Spru­del – Kohlensäure
  • Cola – Phosphorsäure
  • Versch. Käse­sor­ten + Kaliumnitratzusatz
  • Gepö­kel­tes – Salpetersäure
  • Kakao, Rha­bar­ber, Spi­nat – Oxalsäure
  • Mus­kel­über­an­stren­gung – Milchsäure

2. Genussmittel

  • Rau­chen – Nikotin
  • Wein – Weinsäure
  • Kaf­fee – Gerbsäuren

3. Emotionen

  • Stress, Angst, Ärger – Salzsäure

4. Physiologische Vorgänge

  • Mus­kel­über­an­stren­gung – Milchsäure
  • Zell­zer­fall – Harnsäure

Dazu kom­men Schad­stof­fe wie Pes­ti­zi­de, Her­bi­zi­de, Fun­gi­zi­de, die den Böden die (basi­schen) Mine­ra­li­en ent­zie­hen. So ent­hal­ten auch basi­sche Lebens­mit­tel wie Gemü­se nicht mehr den glei­chen Anteil an (basi­schen) Mine­ra­li­en wie frü­her. Schad­stoff­be­las­tun­gen und Gif­te in Luft und in unse­rer Umwelt, unse­rem Wohn- und Arbeits­um­feld tun das ihre dazu.

Was macht der Körper mit überschüsigen Säuren?

Aus­schei­den: Über die Nie­re (Harn) und den Darm (Kot), über die Lun­ge (Atem) Koh­len­säu­re und auch durch Schleim­bil­dung. Die letz­te Mög­lich­keit des Kör­pers, Gift­stof­fe aus­zu­schei­den, ist über die Haut und die Schleim­häu­te. Befin­den sich zu vie­le Säu­ren im Kör­per, ist er gezwun­gen, sie zu ver­dün­nen. Dazu hält er Was­ser zurück. Er beginnt mit Hil­fe von Mine­ra­li­en die Säu­ren in Sal­ze umzu­wan­deln und als Schla­cken abzu­la­gern. Dazu eig­nen sich vor­wie­gend Fett­zel­len, das Bin­de­ge­we­be, die Kno­chen und Gelenke.

Über­säue­rung führt auch zur Ent­mi­ne­ra­li­sie­rung des Kör­pers, z. B. der Kno­chen. Vie­le Zivi­li­sa­ti­ons­er­schei­nun­gen und Krank­heits­bil­der kön­nen mitt­ler­wei­le mit chro­ni­scher Über­säue­rung (Azi­do­se) in Ver­bin­dung gebracht wer­den wie z. B. Rheu­ma, Fibro­my­al­gie, Rücken­schmer­zen (ohne org. Ursa­che), Gicht, Cel­lu­li­te, Osteo­po­ro­se, ver­früh­te Alte­rungs­pro­zes­se, Herz­in­farkt, Schlag­an­fall, Sod­bren­nen, div. Magen-Darm­er­kran­kun­gen, Kopf­schmer­zen, Dia­be­tes Typ 2, Durch­blu­tungs­stö­run­gen, All­er­gien, Haar­aus­fall und mehr.

Wie können wir den Körper beim Entschlacken und Entsäuern unterstützen?

  • Mobi­li­sie­ren und Neu­tra­li­sie­ren der abge­la­ger­ten Säu­ren (z.B. durch grü­ne Mineralerde)
  • Aus­schei­den der Säu­re­schla­cken durch Stär­kung der Ent­gif­tungs­or­ga­ne und basi­sche Bäder
  • Sanie­ren und Stär­ken der Darmflora
  • Aus­ge­wo­ge­ne Ernährung
  • Bewe­gung

Basi­sche Fuß-und Voll­bä­der hel­fen nicht nur beim Aus­s­schei­den der Säu­re­schla­cken über die Haut (durch Osmo­se), son­dern sor­gen gleich­zei­tig für die so not­wen­di­gen Pau­sen und Aus­zei­ten in unse­rem hek­ti­schen All­tag. Und Stress­re­duk­ti­on führt gleich­zei­tig zur Reduk­ti­on von wei­te­rer Säureproduktion.

Dafür braucht man kei­ne teu­ren Mar­ken­pro­duk­te zu ver­wen­den: Ein­fa­ches Natron aus dem Dro­ge­rie­markt tut sei­ne Wir­kung gleichermaßen.

  • 3–5 basi­sche Fuß­bä­der pro Woche (man kann z. B. wäh­rend­des­sen gemüt­lich ein Buch lesen); 45 – 60 min Dau­er je Fuß­bad; Sie benö­ti­gen eine Fuß­ba­de­wan­ne und jeweils 1 EL Basen­pul­ver (oder 1 Beu­tel Natron), die Was­ser­tem­pe­ra­tur soll­te 36°–38° betragen.
  • Oder 1–2 basi­sche Voll­bä­der pro Woche mit 60–120 min Bade­dau­er; Sie benö­ti­gen je Bad ca. 5 EL Basen­pul­ver (3 Beu­tel Natron). Die Was­ser­tem­pe­ra­tur soll­te 36°–38° und betragen.
  • Der ph-Wert der Basen­bä­der soll bei min. 8,5 liegen.
  • Bit­te beach­ten Sie, dass die Osmo­se-Wir­kung erst nach ca. 30 min basi­schen Badens beginnt.

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