Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Entlastungstage mit Reis-Congee

Wäh­rend unse­res Bali-Urlaubs haben wir im Rah­men von ein paar Detox-Tagen das Reis-Con­gee ken­nen­ge­lernt. Wir haben erfah­ren, dass die­ses Gericht in der chi­ne­si­schen Küche eine wich­ti­ge Rol­le spielt und in Chi­na von vie­len täg­lich – meist zum Früh­stück – geges­sen. Auch in der TCM (tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Medi­zin) wird es häu­fig eingesetzt.

Reis-Con­gee ist ein Reis­brei, der ledig­lich aus Was­ser und Reis besteht, sehr lan­ge gekocht wird und für unse­re Gau­men nahe­zu völ­lig geschmack­neu­tral ist. Er ist leicht bekömm­lich, sehr leicht zu ver­stoff­wech­seln und hat eine ent­schla­cken­de und ent­gif­ten­de Wir­kung. Dar­über hin­aus wirkt er stär­kend bei Schwä­che­zu­stän­den und in der Rekon­va­les­zenz. Er för­dert die Urin­aus­schei­dung und in der TCM schreibt man ihm eine Stär­kung des Chi und Bluts zu.

Für Kon­sti­tu­ti­ons­ty­pen wie mich – nach der ayur­ve­di­schen Typo­lo­gie eine über­wie­gen­de Vata-Kon­sti­tu­ti­on –, die für die das „typi­sche“ Was­ser-Fas­ten unge­eig­net ist (ehr­lich gestan­den löst allei­ne die kon­kre­te Vor­stel­lung dar­an in mir Unwohl­sein aus) ist das Con­gee eine wun­der­ba­re Alternative.

Zubereitung von Reis-Congee

Voll­korn­reis (auch wei­ßer Reis oder Bas­ma­ti­reis ist mög­lich) mit kal­tem Was­ser im Ver­hält­nis 1:10 (100g Reis auf 1 Liter Was­ser) in einem gro­ßen Topf ohne Salz auf­ko­chen und dann auf klei­ner Flam­me mit Deckel 4 Stun­den köcheln las­sen. Ide­al ist dafür ein Ther­mo­mix (oder einer der Nach­bau­ten), die durch das stän­di­ge Rüh­ren das „Anhän­gen“ am Topf­bo­den verhindern.

Man kann das Reis-Con­gee für 3 bis 4 Tage vor­ko­chen, im Kühl­schrank auf­be­wah­ren und kurz vor dem Ver­zehr wie­der aufwärmen.

Wäh­rend der Ent­las­tungs­ta­ge bestehen die 3 täg­li­chen Mahl­zei­ten aus je einer Schüs­sel Con­gee, die ledig­lich mit etwas Zimt gewürzt wer­den dür­fen. Ergän­zend kann pro Tag (neben Was­ser und Kräu­ter­tee) 0,5 Liter Kokos­was­ser dazu getrun­ken werden.

Vor den 1, 3 oder 5 „Con­gee-Tagen“ gibt es einen vor­be­rei­ten­den Tag und zum Abschluss einen Umstel­lungs­tag, an dem nur Obst und Gemü­se zu sich genom­men wer­den soll.

Die­se Con­gee-Diät ist zwar kein geschmack­li­ches High­light, aber es hat eine groß­ar­ti­ge rei­ni­gen­de und ent­las­ten­de Wir­kung auf Kör­per und Stoff­wech­sel – ohne dass man dabei hun­gern muss.

Als war­me Mahl­zeit (z. B. im Win­ter) kann das Reis-Con­gee mit Gewür­zen (z. B. Ing­wer) und ande­ren Zuta­ten (z. B. Honig, Man­deln, Nüs­se, Dat­teln) sehr schmack­haft ange­rei­chert wer­den – ich hab’s aus­pro­biert, es ist ein wohl­schme­cken­der und guter Start in den Tag.


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