Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Ein Selbsttest zur Laktose-/Fruktoseintoleranz

In den letz­ten Jah­ren haben Nah­rungs­mit­te­lun­ver­träg­lich­kei­ten immer wei­ter zuge­nom­men. Im Gegen­satz zu einer All­er­gie, in der auch kleins­te Men­gen eines All­er­gens aus­rei­chen, um hef­tigs­te (manch­mal sogar lebens­ge­fähr­li­che) Sym­pto­me her­vor­zu­ru­fen, ist eine Unver­träg­lich­keit abhän­gig von der zuge­führ­ten Men­ge: Wird eine klei­ne Por­ti­on eines unver­träg­li­chen Nah­rungs­mit­tel noch sym­ptom­los tole­riert, so kann eine grö­ße­re Por­ti­on zu uner­wünsch­ten Begleit­erschei­nun­gen: Übel­keit, auf­ge­bläh­ter Bauch, Gase, Durch­fäl­le, Bauch­krämp­fe etc.

Zu den häu­figs­ten For­men der Unver­träg­lich­kei­ten zäh­len die­je­ni­gen gegen Glu­ten, Lak­to­se, Fruk­to­se und Hist­amin.

Into­le­ran­zen gegen­über Lak­to­se (Milch­zu­cker) und Fruk­to­se (Frucht­zu­cker) wer­den zu den Zucker­ver­wer­tungs­stö­run­gen gezählt. Das bedeu­tet, dass der Kör­per nicht in der Lage ist die­se Zucker­for­men opti­mal zu ver­dau­en. Die­se unver­dau­ten Zucker ste­hen dann den Darm­bak­te­ri­en als zusätz­lich Nah­rung zur Vefü­gung. Die Ver­dau­ung die­ser über­zäh­li­gen Koh­len­hy­dra­te ver­ur­sa­chen dann die oben beschrie­be­nen Sym­pto­me. Oft nimmt eine Unver­träg­lich­keit gegen Milch­zu­cker nimmt im Lau­fe des Lebens zu. So kann es sein, dass man im Alter von 20 Jah­ren pro­blem­los bestimm­te Men­gen an Milch trin­ken konn­te und mit 50 schon nach einem Glas Milch die Aus­wir­kun­gen zu spü­ren bekommt. Bei einer Fruk­to­se-Into­le­ranz wer­den Obst­sor­ten mit einem güns­ti­gen Ver­hält­nis von Glu­ko­se zu Fruk­to­se bes­ser ver­tra­gen als sol­che mit einem Fruk­to­se-Über­hang. Sie­he dazu auch mei­nen Arti­kel zu FODMAP mit der Lis­te von güns­ti­gen und ungüns­ti­gen Obst­sor­ten.

Ein einfacher Selbsttest

Oft ist es aber nicht ganz ein­deu­tig, was für den Kör­per nicht gut ver­träg­lich ist. Neben zahl­rei­chen labor­ge­stütz­ten Dia­gno­se-Mög­lich­kei­ten stel­le ich hier einen ganz ein­fa­chen Selbst­test vor, den man völ­lig kos­ten­frei bei sich zu Hau­se durch­füh­ren kann.

Güns­tig ist es die­sen Selbst­test an einem arbeits­frei­en Tag vor­zu­neh­men: Man trinkt direkt nach dem Auf­ste­hen ein gro­ßes Glas Milch und war­tet mit jeder wei­te­ren Nah­rungs­auf­nah­me dann 1,5 Stun­den. Ent­spre­chend nimmt man bei dem Ver­dacht auf eine Fruk­to­se­into­le­ranz ein gros­ses Glas 100-pro­zen­ti­gen kalt­ge­press­ten Apfel­saft zu sich.

So stellt man sicher, dass die Sym­pto­me klar zuzu­ord­nen sind. Um bis in den Dünn­darm zu gelan­gen, braucht die Milch bzw. der Apfel­saft ca. 30 Minu­ten. Bei einer bestehen­den Into­le­ranz wür­den also zu die­sem Zeit­punkt die ent­spre­chen­den Sym­pto­ma­ti­ken begin­nen – und soll­ten nach ca. drei Stun­den wie­der abge­klun­gen sein.

Mit die­ser Erkennt­nis kann man dann ent­spre­chend begin­nen, sei­ne Ernäh­rung ein­zu­stel­len – ganz ohne Labor­test.

Bei Into­le­ran­zen kann es eine sinn­vol­le Maß­nah­me, gleich­zei­tig eine Sanie­rung der Darm­schleim­haut und des Mikro­bi­oms (der Darm­bak­te­ri­en) vor­zu­neh­men.


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