Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Den eigenen Duft kreieren

Vor gerau­mer Zeit bin ich dazu über­ge­gan­gen, mir mei­ne Kör­per­pfle­ge­pro­duk­te selbst her­zu­stel­len. Ganz abge­se­hen davon, dass ich dann sicher gehen kann, dass die Pro­duk­te frei sind von Zusät­zen und Kon­ser­vie­rungs­stof­fen dass und ich alles mei­nen eige­nen Bedürf­nis­sen anpas­sen kann, macht es ein­fach Spaß.

Beson­ders viel Freu­de macht mir das Expe­ri­men­tie­ren mit Düf­ten, vor allem mit diver­sen äthe­ri­schen Ölen, die duf­ten­der Bestand­teil jeder Kör­per­pfle­ge sind, und die ich auch statt syn­the­ti­scher Par­füms verwende.

(An die­ser Stel­le ein Tipp für eine groß­ar­ti­ge Bezugs­quel­le von äthe­ri­schen Ölen – in the­ra­peu­ti­scher Qua­li­tät, bio, Rie­sen­aus­wahl – und jen­seits von Mul­ti­le­vel­mar­ke­ting-Pro­duk­ten: www.oshadi.de)

Das klei­ne 1x1, um har­mo­ni­sche Duft­kom­po­si­tio­nen zu kre­ieren, ist das Wis­sen um die soge­nann­ten Kopf‑, Herz- und Basis­no­ten: Jede Mischung soll­te aus die­sen drei Kom­po­nen­ten bestehen.

  • Die Kopf­no­te ist ver­ant­wort­lich für den „Ange­ruch,“ also den Teil des Duf­tes, den man als Ers­tes wahr­nimmt. Kopf­no­ten sind meis­tens Zitrus­öle wie Zitro­ne, Man­da­ri­ne, Limet­te, Grape­fruit, Eisen­kraut oder Lemongrass.
  • Die Herz­no­te ist das ver­bin­den­de und har­mo­ni­sie­ren­de Ele­ment zwi­schen Kopf­no­te und Basis­no­te. Sie ist ver­ant­wort­lich für den „Mit­tel­ge­ruch“ und bestimmt den eigent­li­chen Cha­rak­ter einer Mischung. Hier pas­sen alle Blü­ten­öle wie Gera­nie, Jas­min, Rose oder Kamille.
  • Die Basis­no­te bil­den äthe­ri­sche Öle von Har­zen, Höl­zern, Gewür­zen und Wur­zeln wie San­del­holz, Weih­rauch, Myr­rhe, Zeder, Veti­ver, Patchouli oder Tanne.

Für eine gelun­ge­ne Heil­wir­kung, die auch ange­nehm duf­tet, kann man als Zwi­schen­spie­ler Samen‑, Blät­ter- und Kräu­ter­öle ver­wen­den. So ist es mög­lich, unter Berück­sich­ti­gung des Duf­tes, der Wir­kung der ein­zel­nen äthe­ri­schen Öle und des Syn­er­gie­ef­fekts eine pas­sen­de Mischung zusammenzustellen.

Zum Mischen selbst nimmt man zunächst das Trä­ger­öl (z. B. Jojoba­öl, süßes Man­del­öl, Oli­ven­öl – alles in Bio­qua­li­tät und kalt­ge­presst). Um das Mischen zu üben, fängt man am bes­ten mit den eige­nen Lieb­lings­düf­ten an – mit einer „über­schau­ba­ren“ Kom­po­si­ti­on aus drei bis fünf Ölen, min­des­tens je einer Kopf‑, Herz- und Basisnote.

Um die Mischungs­ver­hält­nis­se zu ver­deut­li­chen, gehen wir im anschlie­ßen­den Bei­spiel von 10 ml Trä­ger­öl aus:

  • Begon­nen wird mit dem äthe­ri­schen Öl für die Basis­no­te, das sehr spar­sam dosiert wird. Die­se Öle sind in ihrem Geruch beson­ders inten­siv. Daher beginnt man mit nur einem Trop­fen ins Trägeröl.
  • Das glei­che gilt für die Herz­no­te. Auch gilt die zunächst die vor­sich­ti­ge Dosie­rung mit einem Tropfen.
  • Bei der zuletzt hin­zu­zu­fü­gen­den Kopf­no­te darf man etwas groß­zü­gi­ger dosieren.
  • Es emp­fiehlt sich, die Mischung immer wie­der gut zu ver­schüt­teln und den Duft auf der Haut zu testen.
  • Wenn der Duft noch nicht ganz „rund“ erscheint, inten­si­viert man als nächs­tes die Herz­no­te und erst zuletzt die Basisnote.

Viel Spaß beim Experimentieren!

(Quel­le: Pra­xis Aro­ma­the­ra­pie von Moni­ka Wer­ner und Ruth von Braunschweig)


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