Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Das dreckige Dutzend und die sauberen Fünfzehn

Es steht außer Fra­ge, dass die bes­te und gesün­des­te Wahl beim Lebens­mit­tel­ein­kauf Lebens­mit­tel in Bio-Qua­li­tät sind. Dafür spricht in ers­ter Linie die Belas­tung der kon­ven­tio­nell ange­bau­ten Lebens­mit­tel mit Pes­ti­zi­den und Her­bi­zi­den und in man­chen Län­dern auch die Gen­ma­ni­pu­la­ti­on der Lebens­mit­tel. Bio-Lebens­mit­tel punk­ten auch durch die Nach­hal­tig­keit im Anbau und die leben­di­ge Qua­li­tät. (Buch-Tipp am Ran­de: Die unsicht­ba­re Kraft der Lebens­mit­tel).

Die Envi­ron­men­tal Working Group – eine Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­ti­on – hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, Ver­brau­cher auf­zu­klä­ren und die Gesund­heit von Mensch und Umwelt zu schüt­zen.

Die EWG erstellt jedes Jahr ein Lis­te mit den zwölf Obst- und Gemü­se­ar­ten, die die stärks­te Belas­tung an Pes­ti­zi­den auf­weist (“the dir­ty dozen”) – und deren Ver­zehr, wenn sie aus kon­ven­tio­nel­lem Anbau stam­men, ver­mie­den wer­den sol­len. Außer­dem eine Lis­te mit den fünf­zehn Obst- und Gemü­se­ar­ten aus kon­ven­tio­nel­lem Anbau, die die gerings­te Pes­ti­zid-Belas­tung auf­wei­sen (“the clean fift­ten”). Die EWG ist eine ame­ri­ka­ni­sche Orga­ni­sa­ti­on, und natür­lich ist der ame­ri­ka­ni­sche Lebens­mit­tel­markt nicht 1:1 mit dem deut­schen zu ver­glei­chen – aber die Lis­ten, die in Deutsch­land (z.B. von Green­peace) erstellt wer­den sind ziem­lich deckungs­gleich.

Hier nun die bei­den aktu­el­len Lis­ten (Quel­le: www.foodwachhund.com):

Das „dreckige Dutzend“

(von oben nach unten sor­tiert die am stärks­ten belas­te­ten Lebens­mit­tel)

  1. Erd­bee­ren
  2. Spi­nat
  3. Nek­ta­ri­nen
  4. Äpfel
  5. Trau­ben
  6. Pfir­si­che
  7. Kir­schen
  8. Bir­nen
  9. Toma­ten
  10. Sel­le­rie
  11. Kar­tof­feln
  12. Papri­ka

Man­che die­ser Lebens­mit­tel ent­hal­ten einen gan­zen Pes­ti­zid-Cock­tail – z. B. kann man in Erd­bee­ren fin­det bis zu zwan­zig ver­schie­de­ne Pes­ti­zi­de fin­den. Eini­ge Pes­ti­zi­de sind im Ver­dacht, krebs­er­re­gend zu sein und/oder wer­den mit diver­sen Krank­hei­ten und Sym­ptom­bil­dern in Ver­bin­dung gebracht.

Die „sauberen Fünfzehn“

Hier die Lis­te der „Sau­be­ren Fünf­zehn“, den Obst- und Gemü­se­ar­ten mit den wenigs­ten Rück­stän­den (die sau­bers­ten in der Lis­te von oben nach unten sor­tiert):

  1. Avo­ca­dos
  2. Zucker­mais
  3. Ana­nas
  4. Kohl­köp­fe
  5. Zwie­beln
  6. gefro­re­ne süße Erb­sen
  7. Papa­yas
  8. Spar­gel
  9. Man­gos
  10. Auber­gi­nen
  11. Honig­me­lo­nen
  12. Kiwis
  13. Can­talou­pe-Melo­ne­ne
  14. Blu­men­kohl
  15. Brok­ko­li

Sei­ner Gesund­heit zulie­be soll­te man das dre­cki­ge Dut­zend mei­den (und vie­les davon gibt es auch im Dis­coun­ter zu annehm­ba­ren Prei­sen in Bio­qua­li­tät).

Pestizide und Regentonnen

Zwei Emp­feh­lun­gen, um Obst und Gemü­se (wenn man sie nicht schält) von Pes­ti­zid-Rück­stän­den zu rei­ni­gen:

  • Es wird emp­foh­len, das Obst und Gemü­se 15 min in Natron­was­ser zu legen (1 Liter Was­ser und 1 EL Natron) und dann anschlie­ßend mit flie­ßen­dem Was­ser abzu­wa­schen. (Quel­le: Süd­deut­sche Zei­tung, 27.10.2017)
  • Ant­o­ny Wil­liams emp­fiehlt, Obst und Gemü­se mit Spül­mit­tel zu rei­ni­gen, um den größ­ten Teil der Rück­stän­de abzu­wa­schen.

In der Natur­heil­kun­de wird häu­fig das Bild einer Regen­ton­ne ver­wen­det: Eine lee­re Regen­ton­ne, sinn­bild­lich für einen gesun­den Men­schen, hat ein gro­ßes Fas­sungs­ver­mö­gen für alles Mög­li­che an Belas­tun­gen: Viren, Bak­te­ri­en, Stress, Toxi­ne, indus­tri­ell ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel, Medi­ka­men­te, E‑Smog … – und im Sicht­ba­ren pas­siert nichts.

Wenn die Regen­ton­ne aber schon voll ist, brin­gen auch die kleins­ten Men­gen an zusätz­li­cher Belas­tung das Fass zum Über­lau­fen. Tag für Tag sind wir vie­len ver­schie­de­nen Umwelt­gif­ten und ‑belas­tun­gen aus­ge­setzt. So ist es sinn­voll, an den Stel­len das Fass nicht mehr zu belas­ten, an denen man eine Wahl­mög­lich­keit hat. Ich hof­fe, mit den Lis­ten und Tips in die­sem Arti­kel ein paar Hil­fe­stel­lun­gen dazu geben zu kön­nen.


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