Genesungswege

Petra Balschuweit, Praxis für Naturheilkunde und spirituelle Heilweisen

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Ayurveda 1: Dinacharya – die ayurvedische Morgenroutine

Was hier wie eine unge­heu­er lan­ge und kom­pli­zier­te Lis­te erscheint, ist zum gro­ßen Teil – mit ein klein wenig Rou­ti­ne – nur eine Sache von weni­gen Minu­ten. Die Selbst­mas­sa­gen mit Öl kann man auch auf das Wochen­en­de legen, und das Bewe­gungs­pro­gramm kann auch „nur“ aus Deh­nungs- und Mobi­li­sie­rungs­übun­gen bestehen.

  1. Frü­hes Auf­ste­hen um ca. 6.00 Uhr: Zwi­schen 6.00 und 10.00 Uhr beginnt die Kapha-Zeit, die das Auf­ste­hen müh­sa­mer macht. (Die­se Erfah­rung kann man z. B. machen, wenn man mor­gens noch­mals ein­schläft, dann wie betäubt wie­der auf­wacht, und lan­ge braucht, bis der Kopf klar ist und man in die Gän­ge kommt.)
  2. Vor dem Zäh­ne­put­zen zwei Glä­ser war­mes Was­ser trin­ken: Es spült die Bak­te­ri­en aus dem Mund­raum in den Ver­dau­ungs­trakt, der dadurch „auf­ge­weckt“ wird. Tipp: gekoch­tes Was­ser abends in eine Ther­mos­kan­ne fül­len, so steht mor­gens alles schon bereit, und das Was­ser ist etwas abgekühlt.
  3. Die Zun­ge scha­ben: Mit dem Zun­gen­scha­ber (am bes­ten aus Metall) wer­den die Belä­ge ent­fernt, die sich über Nacht gebil­det haben.
  4. Ölzie­hen: Für min­des­tens acht, bes­ser zwan­zig Minu­ten einen Schluck (Bio-)Sesamöl durch den Mund bewe­gen und die Zahn­zwi­schen­räu­me zie­hen. Das Öl kann Zahn­be­lä­ge redu­zie­ren und Kari­es vor­beu­gen, und es erreicht auch die schwer zugäng­li­chen Zahn­fleisch­taschen. So kann es Zahn­fleisch und Kie­fer stär­ken und die Mund­höh­le rei­ni­gen hel­fen. Das Öl wird anschlie­ßend am Bes­ten in eine Papier­ta­schen­tuch gespuckt und so ent­sorgt. Tipp: wäh­rend des Ölzie­hens kön­nen z. B. alle wei­te­ren Ver­rich­tun­gen im Bad vor­ge­nom­men wer­den. Bei Par­odon­ti­tis oder Ent­zün­dun­gen im Mund kann man einen Trop­fen Grape­fruit­kern­ex­trakt hin­zu­fü­gen. Nach dem Ölzie­hen die Zäh­ne putzen.
  5. Nasen­spü­lung (Neti): aus etwas „Hima­la­ya-Salz“ (oder ande­rem nicht jodier­tem, flou­ridier­tem oder Rie­sel­hil­fen ver­setz­tem Salz) und abge­koch­tem oder gefil­ter­tem Was­ser wird eine iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung gemischt. Den Kopf schief legen, die Zun­ge an den Gau­men, und dann das Was­ser aus dem Neti-Känn­chen (genau wie das Salz in jeder Apo­the­ke erhält­lich) in ein Nasen­loch ein­flie­ßen las­sen und aus dem ande­ren her­aus. Anschlie­ßend je einen Trop­fen Ghee (geklär­tes But­ter­schmalz) oder Bio-Sesam­öl in die Nasen­lö­cher rei­ben, um die Schleim­häu­te zu pfle­gen. Beson­ders hilf­reich auch bei All­er­gien, Heu­schnup­fen und begin­nen­den Erkältungen.
  6. Selbst­mas­sa­ge mit (Bio-)Sesamöl – beson­ders gut bei über­reiz­tem Ner­ven­sys­tem und tro­cke­ner Haut – oder (Bio-)Olivenöl, beson­ders gut bei emp­find­li­cher Haut und Haut die zu Ent­zün­dun­gen und Unrein­hei­ten neigt. Alter­na­tiv sind auch spe­zi­el­le Ayur­ve­da-Öle erhält­lich, die mit medi­zi­ni­schen Kräu­tern ver­se­hen sind. Nach dem Ein­ölen duschen, das Öl dabei aber nur mit Was­ser abspü­len oder gege­be­nen­falls mit Kicher­erb­sen­mehl auf­emul­gie­ren. Sei­fe oder Dusch­gel nur in den Ach­sel­höh­len, im Intim­be­reich und an den Füßen anwenden.
  7. Yoga, Medi­ta­ti­on, Jog­gen oder ande­re Bewegung.

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